Alter Ort

Meinungsbild Alter Ort – Umfrageergebnisse werden ermittelt

Über 1.500 Bürgerinnen und Bürger haben sich an der Meinungsumfrage zur Gestaltung des Alten Ortes beteiligt. Einsendeschluss war der 15. Juli 2022. Jetzt werden die Mitmachkarten gezählt, geprüft und ausgewertet.

Der Marktplatz im Alten Ort ist für die Stadt Neu-Isenburg von besonderer historischer Bedeutung. Hier wurde 1699 die Hugenottensiedlung gegründet. Noch heute ist der Grundriss mit dem Andreaskreuz zu sehen. Im Rahmen des Stadtumbauprogramms ›Vom Alten Ort zur Neuen Welt‹ wird dieser Platz aufgewertet. Vier Vorschläge für die Gestaltung des Marktplatzes im Alten Ort liegen der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung vor. Bevor die Kosten ermittelt werden und die fachlichen Prüfungen stattfinden, möchten wir von Ihnen wissen: Welcher Entwurf gefällt Ihnen spontan am besten?

Dazu haben wir alle Ideen dreidimensional am Computer gestaltet und aus der gleichen Perspektive auf den Marktplatz ›projiziert‹. Bitte teilen Sie uns ausschließlich schriftlich Ihren Favoriten mit. Oder soll der Platz so bleiben, wie er gerade ist? Allerdings mit einem barrierefrei aufgewerteten Erscheinungsbild, beispielsweise mit neuem Pflaster, neuen Bänken oder Pflanzkästen? Gerne würden wir das Meinungsbild der Neu-Isenburger Bürgerinnen und Bürger der Stadtverordnetenversammlung vorlegen, bevor Sie einen Beschluss fassen. Wir hoffen auf eine zahlreiche Beteiligung. Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

Entwürfe für die Neugestaltung des alten Marktplates: Umfrage startet Mitte Juni
Alter Ort – Zentrum des kulturellen Erbes der Stadt

Der Alte Ort ist das Zentrum des kulturellen Erbes Neu-Isenburgs. Sein ehemaliger städtebaulicher Grundriss steht unter Denkmalschutz. Die Gestaltung des öffentlichen Raums sowie eine Gestaltungssatzung geben diesem städtebaulichen Bereich seine eigene Authentizität, die zum Weihnachtsmarkt einen jährlichen Höhepunkt findet. Zentraler Punkt des Alten Orts ist der Marktplatz. Auf diesem befanden sich das Rathaus Neu-Isenburgs und der Dorfbrunnen. Das Rathaus wurde im 19. Jahrhundert abgerissen, der Dorfbrunnen wurde ebenfalls abgetragen, wobei nach Aussage von Experten Reste des Brunnens noch existieren.

Der durch die Geschichte geprägte Alte Ort wird teilweise von historischen oder historisch angelehnten Gebäuden bestimmt. Diese wurden durch Neubebauungen ergänzt. Die vier Hauptachsen des barocken Stadtgrundrisses sind dabei i.d.R. als Blockrandbebauung ausgeführt. Der sternförmige Straßengrundriss steht unter Denkmalschutz; ebenso ist das Gebäude der Alte Schule, das aktuell das Info-Café aufnimmt, als Einzelkulturdenkmal ausgewiesen. Die Gebäudehöhe im Alten Ort beträgt ein bis zwei Geschosse sowie einem Dachgeschoss. Entlang der Frankfurter Straße verfügen die gründerzeitlichen Häuser im Alten Ort teilweise über vier Geschosse. Einige Hinterhofbereiche sind mit Bäumen begrünt, größtenteils aber dicht bebaut.

Gründungstag Neu-Isenburg

Am 24. Juli 1699 leisteten 34 hugenottische Familien den Treueeid an Graf Johann Philipp von Isenburg-Offenbach. Er bot Ihnen dafür Land im Bereich des heutigen „Alten Orts“ zur Ansiedlung an. Drei Jahre später erfolgten die Errichten des ersten Rathauses auf dem heutigen Marktplatz und die Grundsteinlegung für die erste Kirche am Marktplatz. Um dieses Gebiet hat sich die Kernsiedlung des 18. und 19. Jahrhunderts entwickelt. Bis 1848 beschränkte sich Neu-Isenburg im Wesentlichen auf die noch heute vorzufindende, quadratische Siedlungsstruktur (250 m x 250 m) mit vier diagonal verlaufenden, sich in der Mitte am Marktplatz kreuzenden Gassen in Form eines Andreaskreuzes. Die Häuser wurden überwiegend in Fachwerkbauweise errichtet.

Alter Lageplan vom Alten Ort
Alter Plan der Hugenottensiedlung
Alter Ort aus der Luft von oben
Alter Ort von oben in Form eines Andreaskreuzes